Peru: Machu Picchu Touristenandrang – Fluch oder Segen?

Machu Picchu Reisende aufgepasst! Es gibt heftige Diskussionen über Besucheranzahl zur Inka-Ruine. Besucher des Weltkulturerbes der UNESCO sollten aus diesem Grund unbedingt ihre Eintrittskarten bereits im Voraus kaufen, um am Eingang der Ruinenstadt der Inkas keine Entäuschung zu erleben.

Vor kurzem erst gab es eine Gruppe Touristen, die laut dem regionalen Tourismusbüro, nicht von ihrem Reiseveranstalter über die maximale Besucheranzahl von 2500 Personen pro Tag informiert wurden und ihnen am Eingang der Eintritt verwehrt wurde. Nach einer ca. 100 Kilometer langen Reise aus Cusco ist das sicherlich sehr enttäuschend. Es gab heftigen Proteste von hunderten Toursiten am Eingang zu den Ruinen, in der Stadt Aguas Calientes. An einer Brücke hinderten die frustierten Besucher einige Reisebusse an der Durchfahrt zur historischen Stadt.

Hintergrund:
Bereits im Jahr 1983 hat die Unesco Machu Picchu zum Weltkulturerbe erklärt. Zum Schutz der Stätte hatte Peru 2005 eine Höchstgrenze von 2.500 Besuchern pro Tag festgelegt. Am 7. Juli 2007 wurde Machu Picchu in die inoffizielle “Liste der Neuen Weltwunder” aufgenommen. Am 7. Juli 2011 begannen die mehrtägigen Feierlichkeiten der 100 jährigigen Wiederentdeckung von Machu Picchu.

Auf Grund der Feierlichkeiten ist die historische Inkastadt weiter in den mittelpunkt der Medien gelangt und entfacht neue Diskussionen über die Höchstgrenze der täglichen Besucher.

Die UNESCO ist der Meinung, dass die steigende Anzahl der Besucher das Gebiet gefährdet und ruft dazu auf nicht noch mehr Menschen täglich zuzulassen und fordert eine Reduktion auf höchstens 800 Besucher.

Doch die Hotel- sowie Gastronomiebranchen, die vom Tourismus stark profitieren, sind mit dem peruanischen Ministerium für Außenhandel und Tourismus (MINCETUR) der  Meinung, dass die Besucherkapazität für Machu Picchu, eine der größten Touristenattraktionen in Südamerika, erhöht werden sollte.

Durch die regionalen Kulturbehörden aus Cusco wurden technische Studien in Auftrag gegeben, die zwei weitere Routen zum historischen Heiligtum ermöglichen sollen. Damit wollen die Behörden die hohe Nachfrage von Besuchern befriedigen. Bis zu 400 zusätzliche Besucher sollen angeblich durch die neuen Pfade zu terrassenförmige Stadt geführt werden können.

MINCETUR hat bereits letzte Woche mitgeteilt, dass eine von ihnen in Auftrag gegebene Studie beweisen soll, dass die Ruinen der Inkastadt bis zu 5.479 Besucher täglich ohne Probleme verkraften. ”Nach Auswertung technischer Studien sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Machu Picchu von bis zu zwei Millionen Gästen pro Jahr besucht werden kann”, erklärte die stellvertretende Ministerin für Tourismus, Mara Seminario Maron.

Allerdings ist ab zu sehen, dass höchswahrscheinlich die anwohnende Bevölkerung, wie beim jetztigen Aufschwung, höchstwahrscheinlich leer ausgeht und zunehmend verarmt.

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